Neben diversen anderen Leidenschaften haben wir auch eine Leidenschaft für Seife. Auf Reisen kauften und kaufen wir immer überall Seife, die uns gefällt, es sind auch Mitbringsel, die sich naturgemäss nach einer gewissen Zeit auflösen, man kann daher unbesorgt einkaufen, ohne das Zuhause unnötig damit vollzustellen.

 Schon länger träumte ich von einer eigenen Seife und als klar war, dass wir die Töpferschiibe am Gallusplatz übernehmen werden, fiel mir ein, die Kathedrale von St. Gallen als Seife produzieren zu lassen. Vorbild war mir dazu die Militärkantine, deren Seife mir optisch immer sehr gefallen hat. Von der Idee bis zum Produkt war es ein ziemlich langer und nicht immer gerader Weg. So sagte mir der angefragte deutsche Formenproduzent schlussendlich ab, weil die barocke Bauweise der Kirche ihm nicht machbar schien. Im Sitterwerk bzw. der Kunstgiesserei fanden wir dann die richtige Adresse. Auch hier wurde gepröbelt, einiges angedacht und wieder verworfen. Schliesslich stand die Form, womit Vasco Hebel, der von Anfang an für die Produktion der Seife gedacht war und auch zugesagt hatte, zum Zug kam. Auch dies ist ein Prozess mit Schritten in die richtige Richtung und auch Dingen, die neu überdacht werden mussten. Selber lernt man eine ganze Menge dabei, dass z.B. je nach Duftöl, das zugefügt wird, die Seifenmasse schneller – zu schnell – fest wird und sich damit für die Produktion nicht eignet. Nun ist es aber so weit, wir haben die ersten Exemplare der Seife im Verkauf.

Unsere jetzige Seife duftet nach Wald und Fichte. Gallus strauchelte bekanntlich im Wald und legte damit den Grundstein für die Kathedrale von St. Gallen…