Vernissage des Kunsthandwerks 2018 in der Töpferschiibe am Gallusplatz, St.Gallen

 

Jamais trop tard – Ein Wahlspruch von Pya Hug (siehe kleiner Film weiter unten).

An der diesjährigen Vernissage des Kunsthandwerks ist nebst weiteren Kunsthandwerkerinnen die im letzten Jahr verstorbene art-brut-Künstlerin Pya Hug mit ihren vom ländlichen Brauchtum und der kirchlichen Tradition beeinflussten Werken vertreten.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen am Samstag, 17. November 2018.

 

Kleiner Film über Pya Hug

 

 

 

Pya Hug

geb. 27.7.1922 in Domat/Ems GR, gest. 28.5.2017 in St. Gallen SG

‹Die spinnt die Pya!›, sagt Pya Hug immer wieder mal liebenswürdig über sich selbst. Der Schulbesuch bei katholischen Schwestern, das ländliche Brauchtum und kirchliche Traditionen haben sie geprägt und leben in ihren Werken weiter. Sie liebt schöne Dinge, Stoffe, Perlen. Nach ihrer Ehescheidung führt sie in Rorschach mehrere Jahre einen Antiquitäten- und Trödelladen. Regelmässig durchforstet sie Trödelmärkte nach neuen Materialien und in ihrem rastlosen Schaffensdrang dient ihr die kleine Küche als Atelier. Ihr Haus in Goldach SG, in dem sie seit 1962 bis 2014 lebt, ist überfüllt mit ihren selbst gestalteten fantastischen Objekten, Bildern, Collagen, Wandteppichen und den vielen Kästen, die wie eine Bühne oder ein Guckkasten prächtig gestaltete Szenen zeigen. Das Haus ist ein in sich geschlossenes Kunstwerk, sogar ein eigenes kleines ‹Wachsmuseum› hat sich Pya Hug eingerichtet. Speziell sind ihre Wachsarbeiten: in Bildern, Reliefs oder als freistehende Figuren. Pya Hug hat sich eine eigene Welt, ein privates Theater geschaffen, in dem ‹Geschenkpapiere, Bänder, Litzen, Spitzen, Stickereien und vieles anderes mehr wetteifern mit der Malerei, und zuweilen fliesst gar Wachs mehrschichtig ins Bild, gerinnt zu Personen oder zur Landschaft mit einmaligen Stimmungen im bewegten Himmel› (Text Museum im Lagerhaus, St.Gallen).